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Das ETA Valjoux 7750

Das ETA Valjoux 7750 ist das wohl bekannteste, beliebteste und am häufigsten in einer Automatikuhr verbaute Chronographen-Kaliber, das es gibt. Es ist nicht nur für seine Zuverlässigkeit, sondern auch für seine Präzision und seine Wandelbarkeit bekannt. Von Mido und Tissot über IWC bis hin zu Breitling: Sie alle nutzen mehr oder weniger stark modifizierte ETA Valjoux 7750 Kaliber in ihren Chronographen.

Die Geschichte des ETA Valjoux 7750

Die Wurzeln des Unternehmens ETA, das heute ausschließlich noch Uhrwerke produziert, reiche bis ins ausgehende 18. Jahrhundert zurück. Damals wurden Teile für mechanische Uhrwerke von Bauern in den Wintermonaten gefertigt. Die erste „richtige“ Uhrwerk-Fabrik sorgte für deutlich bessere Verarbeitung und Qualität, was in einer wesentlich höheren Präzision der Zeitmesser resultierte.

Nach und nach wurden eigene Uhren hergestellt, die man heute noch unter der Marke Eterna kennt. Die Sparten für die Uhrenherstellung und die Produktion für Uhrwerke wurden jedoch im Jahr 1932 auf zwei separate Unternehmen aufgeteilt – ETA produzierte in der Folge fast nur noch Rohwerke für andere Hersteller.

Nachdem ETA infolge der Quarzkrise Ende des vergangenen Jahrtausends von der Swatch Group übernommen worden war, wollte man die Lieferung von Werken an Swatch-fremde Marken einstellen. Auf Grund der marktbeherrschenden Stellung der Marke wurde dies jedoch zunächst untersagt und die ETA verpflichtet, andere Unternehmen vorübergehend weiter mit Uhrwerken zu beliefern.

Das Chronographenwerk ETA Valjoux 7750

Die Übernahme des Chronographen-Spezialisten „Valjoux“ durch ETA holte ein beträchtliches Know-How bei der Fertigung von Stoppuhr-Werken in das Unternehmen. Bei Valjoux hatte man bereits einen Vorläufer des heutigen 7750 im Petto. Der Handaufzugs-Chronograph 7733 gilt als Legende, auch wenn heutige Uhrwerke dieser Linie immer mit einem Automatikaufzug versehen sind.

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Das ETA Valjoux 7750 kam bis vor kurzem in der Breitling Navitimer, der Omega Speedmaster Date oder etwa der IWC Portugieser Chronograph zum Einsatz. Das Schaffhausener Unternehmen IWC konstruierte sogar die „Destriero Scafusia“, die einst komplizierteste Uhr der Welt, auf der Basisplatine eines einfachen ETA Valjoux 7750 Uhrwerks.

Die verschiedenen Ausführungen des ETA 7750

Im Allgemeinen gibt es die Uhrwerke von ETA in drei unterschiedlichen Ausführungen: Standard, Elabore und Chronometer. Das ist auch beim 7750 so. Das wandelbare Kaliber hat jedoch einige Schwestermodelle, die über bestimmte Komplikationen verfügen.

Das Standard ETA Valjoux 7750 verfügt über 25 Lagersteine und 28.800 A/h, was einer Taktung von 4 Hz entspricht. Das Rückersystem ist ein Etachron-System. Das Werk verfügt über einen automatischen Aufzug, kann jedoch auch per Hand aufzogen werden. Außerdem gibt es einen Sekundenstopp. Die Gangreserve liegt bei rund 44 Stunden, kann je nach eingeschalter Uhr aber auch nur rund 41 Stunden betragen.

Das ETA Valjoux 7751 verfügt neben der Uhrzeit und der Stoppfunktion noch über ein Zeigerdatum, einen Wochentag und eine Mondphase. Das Valjoux 7753 hat einen Datumsdrücker, der über zwei zusätzliche Lagersteine (also insgesamt 27 Jewels) umgesetzt wird. Das ETA Valjoux 7754 bietet neben der Stoppfunktion eine zweite Zeitzone (GMT Funktion).