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Vintage Rolex Guide: Alle Infos für Käufer

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Vintage Rolex Guide

Vintage Rolex Guide

Eine Vintage Rolex ist für viele Sammler und Fans von Luxusuhren das höchste der Gefühle. Kein Wunder: Die Marke mit der Krone fasziniert Fans und Enthusiasten heute mehr denn je. Selbst Modelle, die vor wenigen Jahren noch eher unbeliebt waren, kosten heute das doppelte bis dreifache ihres Listenpreises auf dem Sekundärmarkt. Neue Modelle sind ohne jahrelange Warteliste kaum zu bekommen. Da greifen Uhrenfans immer häufiger auf den Vintage-Markt zurück.

Wann man bei einer Armbanduhr von einem Vintage-Modell spricht, ist nicht ganz klar festgelegt. Im Großen und Ganzen kann man aber spätestens bei einem Modell, das über 20 Jahre alt ist, von einer Vintage-Uhr ausgehen. Gerade vierstellige Referenzen werden häufig als Vintage Uhren bezeichnet, aber auch frühe fünfstellige Referenzen zählen ganz klar zu Vintage Modellen. Der Charme dieser Modelle ist unverkennbar und lässt selbst Fans moderner Uhren erstarren.

Egal ob Submariner, Daytona oder GMT Master – wer eine qualitativ hochwertige Vintage Uhr sucht, der kommt bei Rolex voll auf seine Kosten. Aber auch etwas weniger beliebte Modelle, etwa alte Air-King oder Datejust 36, können ein guter Deal sein. Nicht nur das Tragen von Vintage-Uhren ist schön, auch der Kauf als Investment kann durchaus Sinn machen. Bestimmte Referenzen haben enormes Potential zur Wertsteigerung. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf es beim Kauf einer Vintage Rolex wirklich ankommt.

Zifferblätter: Tritium, Swiss-Only & Spider Dials

Das Zifferblatt sollte immer zuerst begutachtet werden. Bei manchen Modellen kann sich hier bereits ein starker preisbildender Faktor zeigen. Wer etwa ein sogenanntes „Stick Dial“ oder ein „Inverted 6 Dial“ vor sich hat, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Auch besondere Fehler im Lack auf dem Blatt, die zu einem Spinnennetz-artigen Design auf dem Hintergrund führen können, können in Einzelfällen den Preis der Uhr in massive Höhen treiben.

Als nächstes sollte der Blick an das untere Ende des Zifferblatts wandern. Eine Krone zwischen „Swiss“ und „Made“ bedeutet, dass das Modell mit einem neuen Uhrwerk ab 2020 ausgestattet ist. Ein „Swiss-T<25“ oder „T Swiss T“ weist darauf hin, dass als Leuchtmittel Tritium verwendet wurde. Dieses wurde bei Rolex etwa ab 1960 verwendet, wobei die letzten Uhren im Jahr 1998 mit dem leicht radioaktiven Leuchtmaterial ausgestattet wurden.

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Bei einigen Modellen steht unterhalb der 6 auch nur „Swiss“. Diese sogenannten „Swiss Only Dials“ können auch deutlich teurer sein als vergleichbare Modelle mit anderen Prints. Vorsichtig werden sollten Vintage Uhren Fans bei Modellen vor 1960, die mit dem „Swiss“ Schriftzug versehen wurden. Diese Uhren waren regelmäßig mit stark strahlendem Radium ausgestattet. Die Uhren sollten von einem Uhrmacher begutachtet werden – sofern er diese überhaupt zur Bearbeitung annimmt.

Das Armband: SEL, Schließe & Material

Das Armband von Vintage Rolex ist für Menschen, die zum ersten mal mit Vintage Uhren zu tun haben, oftmals eine echte Qual. Die Bänder sind nicht nur deutlich leichter als moderne Uhrenarmbänder. Diese wurden zum Teil auch nicht verschraubt, sondern nur verstiftet. Die Glieder waren hohl oder gefaltet, außerdem waren die Endlinks – also Anschlüsse, die an die Rundung des Gehäuses andocken – unten hohl. Das führt dazu, dass diese Armbänder klappern und klimpern können.

Wer ein Modell von vor 2000 kauft, der bekommt mit hoher Sicherheit ein Modell ohne SEL, also „solid end links“. Modelle mit SEL haben dann bereits massive Endglieder. Zum Teil spricht man bei Modellen ohne SEL auch von „HEL“, also „hollow end links“ oder „Non-SEL“. Für Sammler ist ein solides Endglied keineswegs ein wichtiger Faktor beim Kauf – vielmehr macht es bei alten Rolex Uhren gerade den Charme dieser Zeitmesser aus, dass diese nicht steril verarbeitet sind und etwas klappern beim Tragen.

Die Schließen von Rolex Uhren variieren nicht nur von Modell zu Modell, sondern auch von Material zu Material. Auch das Alter kann einen Einfluss auf die Schließe des Armbands haben. Bei älteren Modellen mit dem Vorgänger des aktuellen Oyster-Armbandes kann eine Tauchverlängerung durchaus wertstiftend sein. Solange das Armband aber nicht überpoliert ist und keinen zu starken Spannungsverlust („Stretch“) aufweist, gibt es kaum Probleme beim Kauf einer Uhr mit Vintage-Armband.

Zubehör: Box und Papiere von Rolex

Wer eine alte Rolex Uhr kauft, der möchte natürlich trotzdem ein sogenanntes Full Set haben. Selbst bei günstigeren Modellen kann die Tatsache, dass die Originalbox und die original Kaufpapiere noch dabei sind, mehrere tausend Euro Differenz ausmachen. Die Papiere waren früher allerdings keine Plastikkarten wie heute, vielmehr sahen die alten Garantieunterlagen wie Wertpapiere mit dreidimensionalem Druck aus. Entscheidend ist, dass der Erstkäufer der Uhr, sowie der offizielle Rolex Konzessionär inklusive der Seriennummer / Gehäusenummer der Uhr ersichtlich sind.

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Vintage Rolex Uhren haben natürlich immer seltener ein echtes Full Set, je weiter man in die Vergangenheit zurück sucht. Uhren ab etwa 2000 haben häufiger Papiere und Box dabei, da hier das Bewusstsein für dieses Zubehör offenbar langsam geschärft wurde. Uhren aus den 70ern, 80ern, oder auch den frühen 90ern findet man nur mit etwas Glück im Full Set. Wer einen guten Deal machen will und die Uhr vor allem selbst tragen möchte, der kann auch auf Box und Papiere verzichten. Als Fälschungssicherheit taugte dieses Zubehör auch damals schon nicht wirklich.

Uhrwerke und Referenz bei Vintage Rolex Uhren

Beim Kauf einer alten Rolex ist die Referenz das wichtigste Kriterium. Zwei Uhren, die auf den ersten Blick gleich aussehen, können komplett verschiedene Modelle sein. Besonders deutlich wird das etwa bei der Explorer II mit den Referenzen 16570 und 16550 oder der Datejust 36 mit den Referenzen 1601, 16220 und 16234. Wer eine bestimmte Uhr kaufen möchte, der sollte sich nach der passenden Referenz erkunden und dann gezielt nach Uhren mit dieser Referenz Ausschau halten.

Die Referenz hat dabei unter anderem auch einen massiven Einfluss auf die Ausstattung. Das Uhrwerk im Inneren der Uhr macht einen enormen Preisunterschied aus – entsprechend sollte man genau prüfen, welche Modelle über welches Uhrwerk verfügen. Bei Modellen mit Datum sollte man darauf achten, ob das Uhrwerk über das sogenannte „Quick Set“, also die Möglichkeit der Schnellverstellung, verfügt.

Das Problem beim Uhrwerk: Kaum ein Laie kann den Zustand eines Vintage Automatikwerks überprüfen. Offensichtliche Spuren von Rost oder Beschädigungen müssen nicht vorliegen, dennoch kann as Uhrwerk nahezu irreparabel beschädigt sein. Da hilft im Zweifel nur der Gang zum Uhrmacher oder die Revision bei Rolex. Wer bei einem Händler kauft, hat es hier einfacher: Dieser muss eine Gewährleistung von mindestens einem Jahr geben. Im Internet kann man sich dank Widerrufsrecht innerhalb von 2 Wochen vom Kaufvertrag lösen.

Fazit: Vintage Rolex kaufen: So klappt’s

Egal für welches Modell man sich entscheidet: Eine Vintage Rolex ist immer eine ganz besondere Uhr. Der Charme einer Automatikuhr kommt bei einer Luxusuhr erst so richtig zum Tragen. Während neue Uhren nahezu perfekt verarbeitet und steril poliert sind, haben Vintage Zeitmesser immer eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Das macht diese Uhren vermutlich so enorm beliebt in der Uhrenszene.

Wer sich vor dem Kauf ausführlich über die anvisierte Referenz informiert, der vermeiden im Nachhinein böse Überraschungen. Der Kauf vom Händler ist insbesondere für Laien ohne Erfahrung und ohne Know-How dringend zu empfehlen. Full Set ist bei Vintage Rolex Uhren ein großer Pluspunkt, allerdings natürlich kein Muss. Alles in allem gilt auch bei Vintage Uhren der wichtige Spruch: „Don’t buy the watch, buy the seller“.

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