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Breitling Navitimer: Die Ikone unter der Lupe

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Geschichte der Breitling Navitimer

Geschichte der Breitling Navitimer

Wer an die Marke Breitling denkt, der denkt sofort an die Breitling Navitimer. Natürlich gibt es mit der Chronomat, der Sky- und Sea-Wolf oder der Crosswind noch viele andere klassische Modellreihen der Schweizer Marke. Keine Uhr des Herstellers ist aber so bekannt und beliebt, ja fast schon legendär wie die Breitling Navitimer. Dieses Modell ist DIE Fliegeruhr schlechthin – und ein Klassiker im Alltag.

Seit über 65 Jahren kennt man in Grenchen, wo Breitling heute seinen Hauptsitz hat, die Marke Navitimer. Gegründet wurde Breitling allerdings 1884 in Saint-Imier von Leon Breitling. Jahrelang war der Schweizer Hersteller nicht aus der Welt der Fliegerei wegzudenken. Mittlerweile gibt es etliche Versionen, Neuauflagen und Limited Editions der Breitling Navitimer.

Ikonsich ist nicht nur das Breitling Stahlarmband oder die Lederarmbänder mit Kontrastnähten. Die typische Anordnung der Totalisatoren mit griffigem Lünettenring und einer innenliegenden drehbaren Rechenlünette sprechen eine klare Sprache: Die Navitimer ist ein echtes Instrument für Flieger und Piloten. In diesem Beitrag zeigen wir unter anderem, die die Rechenlünette funktioniert, was es mit der Sinn Navitimer auf sich hat und warum Breitling gerade so beliebt ist.

Wie funktioniert die Breitling Rechenlünette?

Der Breitling Rechenschieber auf der Lünette erlaubt es, einfache Multiplikationen und Divisionen durchzuführen. Aber es gibt auch besondere Modelle, die über modifizierte Lünetten verfügen. Dann sind sogar trigonometrische Berechnungen, Logarithmieren oder das Wurzelziehen möglich. Entscheidend ist, dass es sich hierbei streng genommen nicht um einen Rechenschieber, sondern um eine Rechenscheibe handelt. Insbesondere Dreisatzaufgaben sind dabei für eine Breitling Rechenlünette kein Problem.

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Für Multiplikationen dreht man einfach die gewünschte Zahl auf der äußeren Lünette über den Referenzpunkt (rote „10“) auf der feststehenden inneren Skala. Auf der gegenüber liegenden Seite werden die Indizes auf der feststehenden Skala durch 10 geteilt und ergeben damit die jeweilige Zahl, die mit der ersten multipliziert werden soll.

Beispiel: 16 x 4. Dafür wird die „16“ auf der weißen Lünettenskala auf die Position der roten 10 gedreht. Gegenüber wird der Index „40“ dann zur „4“ und zeigt das Ergebnis auf der äußeren Skala (nämlich 64) an.

Die Division funktioniert auf die gleiche Weise. Die zu teilende Zahl (Dividend) wird dabei einfach auf dem äußeren Lünettenring auf die Position gedreht, auf der sich auf der feststehenden Skala der Divisor befindet. Der Referenzindex (rote 10 auf der rechten Seite) zeigt dann das Ergebnis an, dessen 10er-Potenz dann im Kopf lediglich auf das Ergebnis umgerechnet werden muss.

Beispiel: 90 / 30. Hierfür dreht man die 90 auf der drehbaren Lünette auf die Position der 30 auf der linken Seite des Zifferblatts auf der feststehenden Skala. Gegenüber wird dann auf dem Referenzindex (rote 10) das Ergebnis (30) angezeigt. Das Ergebnis muss dann lediglich nochmal durch 10 geteilt werden und man erhält das endgültige Ergebnis der Berechnung.

Alle Berechnungen sind für die Sinn 903, die praktisch baugleich mit der älteren Breitling Navitimer ist, entsprechend möglich. Die Lünette wird hierbei nicht über die Lünette selbst, sondern über die Drehkrone auf der linken Seite verschoben.

Warum sieht die Sinn 903 wie eine Navitimer aus?

Uhrenfans bemerken ähnliche Designs in der Regel sehr schnell. Gerade die Sinn 903, eine der beliebtesten Uhren der Frankfurter Marke, hat wahnsinnige Ähnlichkeit mit der Breitling Navitimer. Aber warum ist das so? Der Grund für die Ähnlichkeit zwischen der Breitling Navitimer und der Sinn 903 liegt in der Historie von Breitling – einer bewegten Geschichte, die auch finanzielle Probleme umfasste.

Die ersten Modelle der Navitimer von Breitling kamen 1954 auf den Markt. Das Automatik-Chronographenwerk Chronomatic wurde dann 1969 vorgestellt. Nur 10 Jahre später, nämlich 1979, ging Breitling insolvent. Das Design und die Rechenlünette wurden an Helmut Sinn verkauft – fortan konnte man das Design also auch bei der Sinn 903 finden.

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Erst im Jahr 1985 stellte Breitling wieder eine Navitimer mit Rechenlünette vor, dann allerdings angetrieben durch das günstigere und einfacher zu wartende ETA Valjoux 7750 Uhrwerk. Dieses findet sich auch heute noch in praktisch allen Sinn 903. Sinn aktualisierte die 903 im Jahr 2015 und erhöhte die Wasserdichtigkeit, außerdem wurde das Design aufgefrischt. Seit 2009 werden die meisten Navitimer Modelle von Breitling mit dem hauseigenen Kaliber B01 ausgestattet.

Wem gehört das Unternehmen Breitling?

Breitling war eines der letzten großen Unternehmen, die nicht zu einem großen Konzern gehörten. Uhrenmarken wie Omega, IWC Schaffhausen, TAG Heuer oder Jaeger LeCoultre gehören seit Jahr und Tag zu großen Konglomeraten, die in der Quarzkrise geschaffen wurden, um die Schweizer Uhrenindustrie mit der nötigen Kapitaldecke auszustatten. Bis vor wenigen Jahren war Breitling – neben Rolex, Audemars Piguet und Patek Philippe – komplett unabhängig.

Der britische Finanzinvestor CVC Capital Partners kaufte 2017 aber einen großen Anteil an Breitling und lenkt das Unternehmen seither. Und das sogar sehr erfolgreich: Trotz Corona konnte Breitling die Sales steigern und lies fast alle Mitbewerber beim Wachstum hinter sich. Die Strategie des neuen CEO Georges Kern, der zuvor bei Richemont für IWC zuständig war, scheint aufzugehen.

Aktuell sieht sich CVC Capital Partners nach Käufern für einen Teil ihrer Anteile um. Die großen Uhrenkonzerne Richemont, Swatch Group, Kering und LVMH dürften als potentielle Interessenten in Frage kommen. Von allen Anteilen möchte sich CVC Capital Partners aber nicht trennen – es wird angeblich lediglich ein Partner gesucht, der die Marke bei künftigen Entscheidungen unterstützt und den Ausbau der Markenpräsenz vorantreibt.

Warum sind Breitling Uhren so beliebt?

Im Gegensatz zu vielen neueren Uhrenmarken kann man bei Breitling noch einiges an Historie finden. Viele andere bekannte und beliebte Uhrenhersteller sind deutlich jünger als Breitling, das bereits 1884 gegründet wurde. Damit ist die Marke sogar deutlich älter als Rolex – die Marke mit der Krone wurde erst im 20. Jahrhunderts von Hans Wilsdorf gegründet.

Die Pflege historischer Modelle hat bei Breitling immer einen hohen Stellenwert eingenommen. Die Navitimer-Serie ist ebenso klassisch wie die Reihen Chronomat und Super Avenger. Die tiefe Verbundenheit mit der Fliegerei und zahlreiche prominente Markenbotschafter schaffen es auch heute noch, die Marke Breitling für eine breite Käuferschicht attraktiv zu machen.

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