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Darum steigen die Rolex Preise so stark

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Darum steigen die Rolex Preise

Darum steigen die Rolex Preise

Die Preise für die beliebten Uhren von Rolex steigen – und das nicht erst seit gestern. Bereits 2017 fingen erste Modelle an, auf dem Gebrauchtmarkt ordentlich im Preis zu steigen. Dennoch konnten vor rund 4 – 5 Jahren noch Sportmodelle (Submariner, GMT Master, Explorer II, Milgauss) im Grauhandel für deutlich weniger als ihren Listenpreis erworben werden. Diese Zeiten sind heute längst vorbei – einige Modelle kosten auf dem Sekundärmarkt das Dreifache ihres Listenpreises.

Aber woran liegt es, dass Rolex Uhren immer teurer werden und die Zeitmesser von anderen Marken (insbesondere den Luxusmarken des Richemont-Konzerns) eher stagnieren oder sogar im Preis fallen? Die Antwort liegt im Detail und lässt sich nicht konkret auf einen einzigen Faktor reduzieren. Grund dafür ist unter anderem auch, dass nicht alle Rolex Uhren gleichermaßen im Wert steigen und es sogar noch einige Modelle gibt, die beinahe günstig sind und noch als „Investment Uhren“ taugen.

Im Kern dürfte der Grund für die Rolex Preissteigerungen auf dem Sekundär- und Gebrauchtmarkt (von Graumarkt spricht man im engeren Sinne nur bei neuen Uhren) vor allem auf vier Gründe zurückzuführen sein, die in diesem Artikel von unserer Redaktion ausführlich beleuchtet werden. Vorweg: Auch eine Trendumkehr ist nicht ausgeschlossen – dass diese in naher Zukunft bevorsteht, ist aber alles andere als wahrscheinlich.

Die Self Fulfilling Prophecy & Chrono24

Der erste Grund ist direkt der wohl wichtigste Grund, warum Preise für bestimmte Modelle in astronomische Höhen schießen, während die Preise für andere Modelle wiederum eher langsam und dafür kontinuierlich steigen. Dieser Grund liegt in der Art und Weise, wie Uhren auf dem Sekundärmarkt gehandelt werden. Neben eBay & Co. ist vor allem die große Plattform Chrono24, die aktuell ihren Börsengang plant, der Hauptumschlagplatz für Luxusuhren.

Die Marktpreise werden von vielen Händlern, Investoren und Sammlern anhand der durchschnittlichen Preise auf Chrono24, eBay & Co. adaptiert. Gerade Chrono24 hat mit seiner Smartphone-App eine innovative und einfache Möglichkeit für Sammler geschaffen, den Marktwert der eigenen Sammlung schnell und einfach prüfen zu können. Das Problem liegt jedoch darin, wie die Marktpreise auf den Marktplätzen überhaupt zustande kommen.

Bei Modellen mit geringem Angebot, etwa besonderen Uhren von Audemars Piguet oder Patek Philippe, kann bereits ein deutlich überhöhtes Angebot den Durchschnittspreis massiv nach oben ziehen. Bei Rolex reicht hierfür nicht ein einziges Angebot, eine ganze Reihe von Angeboten verzerrt hier jedoch auch den Preis nach oben. Das ist aktuell bei der Rolex Oyster Perpetual „Tiffany“ zu beobachten: Einzelne, astronomisch hohe Angebote ziehen den Durchschnittspreis nach oben und damit auch die Preise, die von tatsächlich verkaufswilligen Marktteilnehmern aufgerufen werden.

Nachfrage führt zu Angebot führt zu Nachfrage

Der zweite Grund für die Preissteigerungen von Rolex Uhren hängt direkt mit dem ersten Grund zusammen. Die gestiegene Nachfrage hat bei Rolex zu einer erhöhten Produktion geführt, sodass mehr Uhren auf den Markt kamen. Von 2017 bis 2021 hat sich Schätzungen zufolge die Produktion von Rolex Uhren von ca. 800.000 Uhren pro Jahr auf mehr als 1,2 Millionen Uhren pro Jahr erhöht. Der Großteil dieser Modelle geht, wie auch schon die Jahre zuvor, nach Asien und in die USA.

Die Modelle, die in Deutschland angeboten werden, werden häufig von Grauhändlern nur zum Zwecke des Verkaufs gekauft. Dadurch fällt es Sammlern und Fans schwerer, die Uhren zum Listenpreis und ohne horrend lange Wartezeiten zu kaufen. Auf diese Weise werden die eigentlichen Uhrenkäufer hin zum Sekundärmarkt getrieben, wo höhere Preise vorherrschen. Ein höherer Kaufdruck dort führt dann wiederum zu noch höheren Preisen.

Fokussierung in Medien auf Rolex

Der dritte Grund dürfte vor allem in der medialen Welt zu finden sein, die sich nicht nur im Fernsehen und im klassischen Internet abspielt, sondern zunehmend auch auf Instagram. Kaum eine Neuvorstellung von Armbanduhren wird so intensiv diskutiert und zieht so viele Gerüchte an wie bei der Marke mit der Krone. In den letzten beiden Jahren fand die Knappheit an Rolex Uhren sogar Eingang in die üblichen Tageszeitungen, die von leeren Schaufenstern zu Weihnachten berichteten.

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Sowohl Uhrenmagazine, als auch große Uhren-Blogger auf Instagram und natürlich die Uhren-YouTuber fokussieren sich immer mehr auf Inhalte zum Thema Rolex. Das liegt vor allem an einem einfachen Grund: Rolex Content bringt Klicks und diese wiederum bringen der Medienmaschinerie Geld. Die Nachfrage nach Inhalten rund um Rolex Uhren ist enorm und diese wird von einer wachsenden Zahl an Medien immer intensiver bedient.

Aber auch konventionelle Medien, wie etwa die Werbung beim Juwelier, das Tragen von Uhren in Filmen und Serien, sowie die generelle Rezeption der Uhrenwelt im alltäglichen Leben ist von Rolex geprägt und dominiert. Das dürfte einerseits natürlich darauf zurückzuführen sein, dass Rolex Uhren nunmal luxuriös, zuverlässig und begehrenswert sind – andererseits hat sich auch die Fixierung der „Watch Community“ auf Rolex damit zu tun.

Inflation & Uhren als alternatives Investment

Ein letzter Grund, der in der Uhrenwelt kaum diskutiert wird, ist die Funktion einer Uhr als alternatives Investment. Als alternatives Investment versteht man Anlagen in Produkte abseits des klassischen Kapitalmarktes. Dass Oldtimer, Whisky, Füller und Musikinstrumente dazu gehören, ist klar – gerade in den letzten Jahren haben jedoch auch immer mehr Uhren ihren Weg in die Tresore der vermögenden Privatanleger gefunden. Auch hier ist der Grund die Popularität von Rolex Uhren.

Weil Rolex kaum Sondereditionen anbietet und die Modellreihen kontinuierlich und behutsam gepflegt werden, eignen sie sich praktisch perfekt als Anlageprodukt. Zwar wirft eine Uhr keine Rendite in Form von Zinsen, Erträgen oder ähnlichem ab – beim Wiederverkauf können jedoch 100 %, 200 % oder noch mehr Rendite erzielt werden, abhängig vom Modell. Da kann kaum eine Aktie oder ein Aktienfonds mithalten.

Neuerdings gibt es sogar eigene „Uhren-Fonds“, die das von Investoren eingesammelte Geld in seltene Luxusuhren investieren. Weiterhin gibt es neue Anbieter von verbrieften Eigentumsanteilen an Luxusuhren – perfekt zugeschnitten für den kleinen Geldbeutel des Anlegers von morgen. Dieser zusätzliche Kaufdruck steigert die Marktpreise enorm und führt dazu, dass auch Menschen plötzlich Rolex Uhren kaufen, die ansonsten eher nicht so viel Wert auf das Tragen einer Luxusuhr legen würden.

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