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Die Marktanteile der Schweizer Uhrenmarken

Marktanteile von Schweizer Uhren

Marktanteile von Schweizer Uhren

Die Uhrenbranche für Luxusuhren weltweit ist ein schrumpfender Markt. Insbesondere Smart Watches haben es der Industrie für klassische Zeitmesser schwer gemacht. Während Jahr für Jahr mehr intelligente Armbanduhren und Fitness Tracker verkauft werden, sinkt der Absatz für Schweizer Luxusuhren kontinuierlich. Innerhalb dieses schrumpfenden Marktsegments verschieben sich jedoch die Marktanteile der einzelnen Uhrenmarken zum Teil sehr stark.

Immer wieder kommen neue Player auf den Markt, die schnell hohe Marktanteile erreichen – bestes Beispiel hierfür ist etwa die Nobelmarke Richard Mille oder die Luxusuhrenmarke Hublot. Beide kommen mittlerweile auf einen Marktanteil von weit über 1 % – und das bei rund 600 Uhrenherstellern alleine aus der Schweiz. Die Verschiebung der Marktanteile bildet bis zu einem gewissen Grad auch die Beliebtheit der jeweiligen Marken bei Fans und Sammlern von hochwertigen Uhren ab.

Dabei ist es kein Geheimnis, welche Marken im Vergleich zu den Vorjahren gut abschneiden und somit zulegen konnten – und welche Marken von den Käufern zuletzt eher gemieden wurden. Die Analysten und Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley haben die Marktanteile der Schweizer Uhrenindustrie unter die Lupe genommen und zeigen, welche Veränderungen es von 2018 bis 2020 im Markt für Luxusuhren aus der Schweiz gab. Wir zeigen die Details in diesem Beitrag.

Die Marktanteile Schweizer Uhren von 2018 – 2020

Die letzten drei Jahre haben sich auf den ersten Blick nur unmerklich auf die Anteile der einzelnen Uhrenmarken ausgewirkt. Betrachtet man aber einzelne Marken für sich, so sind massive Steigerungen des Marktanteils und kontinuierliche Aufwärtstrends zu beobachten. Das Gegenteil gibt es aber genau so. Es wird also Zeit, einen Blick auf die harten Zahlen und Fakten zu werfen.

 201820192020
Rolex22,2 %23,4 %24,9 %
Omega9,0 %8,5 %8,8 %
Longines6,4 %6,6 %6,2 %
Patek Philippe5,7 %6,1 %5,8 %
Cartier4,9 %5,5 %6,7 %
Tissot4,1 %4,0 %3,1 %
Audemars Piguet4,0 %3,4 %4,3 %
TAG Heuer3,9 %3,4 %3,0 %
IWC3,4 %3,2 %2,7 %
Jaeger LeCoultre2,5 %2,6 %2,1 %
Hublot2,5 %2,6 %2,3 %
Breguet1,9 %1,7 %1,2 %
Vacheron Constantin1,9 %2,2 %1,5 %
Officine Panerai1,9 %1,9 %1,6 %
Rado1,6 %--
Breitling1,4 %1,8 %2,4 %
Bulgari1,2 %--
Swatch1,1 %--
Richard Mille-1,8 %2,5 %
Andere20,3 %21,3 %20,9 %

Hinweis: Die Marktanteile werden nicht anhand der Anzahl der abgesetzten Uhren berechnet, sondern anhand des Umsatzes. Entsprechend fällt es Uhrenmarken mit enorm teuren Uhren – etwa Patek Philippe und Richard Mille – trotz zahlenmäßig geringem Absatz einen hohen Marktanteil zu erreichen, während Uhrenhersteller mit hohen Verkäufen aber geringem Stückpreis (etwa Swatch) einen geringen Marktanteil ergattern können.

Die wichtigsten Entwicklungen von 2018 – 2020

Auf den ersten Blick fällt die massive Marktdominanz von Rolex auf. Fast jeder vierte Euro wird mittlerweile mit einer Krone auf dem Zifferblatt verdient. Obwohl der Marktanteil von Rolex bereits sehr hoch ist, steigt dieser auch noch weiterhin – die Entwicklung dürfte sich auch in den kommenden Jahren noch fortsetzen, gerade im Hinblick auf kontinuierliche Preiserhöhungen bei Rolex.

Die Marke IWC musste laufend Marktanteile abgeben. Das liegt vor allem an der erst kürzlich geänderten Strategie, auch auf dem asiatischen Markt mehr Präsenz zu zeigen. Gleichzeitig konnte Breitling mit der neuen Produktpalette und einem deutlich innovativeren Ansatz als bisher massiv an Marktmacht zulegen. In Zeiten, in denen sportliche Stahluhren gerne getragen werden, greift man jedoch nicht so häufig zu eleganten Dress Watches, was der Marke Breguet nicht gerade gut getan hat.

Auffällig ist auch der rapide Aufschwung von Richard Mille. Von unter 1 % in 2018 auf rund 2,5 % in 2020 – das geht nur auf Grund der massiven Wertsteigerung der Modelle und der innovativen Zeitmesser mit zahllosen namhaften Fans der Marke. Der Anteil an Uhrenmarken, der im Umsatz weniger als 1 % ausmacht, liegt kontinuierlich bei knapp über 20 %. Die rund 20 umsatzmäßig größten Marken machen also rund 80 % des Umsatzes unter sich aus.


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