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Insight: Darum ist Hublot so unbeliebt

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Warum ist Hublot so unbeliebt?

Warum ist Hublot so unbeliebt?

Kaum eine Marke polarisiert die Fangemeinde hochwertiger Luxusuhren so sehr wie Hublot. Die Marke mit dem stilisierten „H“ als Logo ist vor allem durch ihre extravaganten Uhren bekannt geworden – auch wenn der Hersteller ursprünglich tatsächlich in einigen Bereichen äußerst spannende Innovationen hervorbrachte. Der „Uhrenkäufer von der Straße“ findet die Uhren oftmals einfach nur schick, der Enthusiast und Sammler lehnt die Marke dagegen häufig von Grund auf ab.

Gibt man bei Google die Worte „Why is Hublot…“ ein, so erhält man direkt einige einschlägige Fragestellungen: Why is Hublot trash? Why is Hublot so hated? Why is Hublot so overrated? Diese und viele ähnliche Fragen müssen sich Fans der Marke immer wieder gefallen lassen. Letztendlich gibt es einige Kernargumente, die Hublot-Hasser immer wieder vorbingen.

Bevor wir diesen auf den Grund gehen, ist jedoch zwingend festzustellen: In erster Linie geht es bei einer Luxusuhr darum, selbst persönlich daran Gefallen zu finden. Man sollte eine Armbanduhr für sich selbst kaufen, um sich daran zu erfreuen – nicht um andere zu beeindrucken oder sich zu einer bestimmten Subkategorie an Uhrenfans zugehörig zu fühlen. Dennoch zeigen wir im folgenden einige der wichtigsten Aussagen, die immer wieder als Kritikpunkte angeführt werden.

Nummer 1: Hublot hat keine echte Geschichte

Der erste Punkt, der gegen Hublot vorgebracht wird, ist die fehlende Historie. Diese ist gerade für Enthusiasten, die das Handwerk und die Geschichte einer Uhrenmarke schätzen, essentiell. Die sehr junge Marke Hublot, deren unmittelbarer Vorgänger „MDM Geneve“ vom Italiener Carlo Crocco erst in den 1970ern gegründet wurde, kann eine solche Historie natürlich nicht aufweisen.

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Marken wie Breitling (1884 gegründet), Zenith (1865), IWC Schaffhausen (1868) oder sogar das verhältnismäßig junge Rolex, das erst nach 1900 gegründet wurde, können hier auf eine bedeutend längere und aufregendere Geschichte bauen. Das heutige Hublot hat selbst mit der ursprünglich gegründeten Marke MDM Geneve nur noch wenig zu tun. Seit der Uhremogul J.C. Biver 2004 bei Hublot einstieg, wurde das Produktportfolio und die Ausrichtung der Marke komplett erneuert.

Statt auf bekannte historische Persönlichkeiten zu setzen, die die Uhren der Marke tragen, oder Innovationen und Momente der eigenen Historie zu zelebrieren, setzt man bei Hublot auf lautes, schrilles Marketing. Unsummen werden investiert, um Hublot als Modeaccessoire für selbstbewusste Herren zu vermarkten – das geht natürlich auf Kosten der Seriosität und Sammelwürdigkeit eines solchen Zeitmessers.

Nummer 2: Uhren von Hublot sind maßlos überteuert

Die Preisgestaltung einer Luxusuhr ist sicher weit weg von einer nachvollziehbaren und fundierten Entscheidung. Dennoch gibt es eine ganze Reihe an Faktoren, die zur Preisbildung einer Uhr beitragen kann. Neben dem Markenimage ist das natürlich das Design, die verwendeten Materialien, die Verarbeitung und die Ausstattung mit Funktionen und Komplikationen. Hublot Uhren haben dabei den Ruf, besonders teuer zu sein.

Einer der Hauptkritikpunkte ist dabei die Verwendung von standardmäßigen ETA-Uhrwerken, die kaum bis gar nicht modifiziert werden, um dann in Uhren mit fünfstelligen Listenpreisen verbaut zu werden. Da macht selbst der leidenschaftlichste Uhrenfan nicht mehr alles mit. Zwar hat sich dieser Kritikpunkt durch mehrere Manufakturkaliber von herausragender Qualität (etwa das von Hublot entwickelte und konzipierte HUB8100 Kaliber) etwas reduziert – das Mantra, dass Hublot überteuerte Uhren verkauft, haftet dem Hersteller aus der Schweiz aber bis heute noch etwas an.

Nummer 3: Die Verarbeitung von Hublot Uhren ist schlecht

Wer mehrere tausend Euro für eine Uhr ausgibt, der möchte natürlich auch einen Zeitmesser, dessen Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben ist. Was man einer Seiko für 300 Euro noch durchgehen lassen mag, ist bei einer Rolex, Omega oder Breitling nahezu ein Kapitalverbrechen. Wie pingelig muss man dann erst sein, wenn man mehr als 10.000 € für eine Uhr ausgibt, die noch nicht einmal über ein Manufakturkaliber verfügt?

Tatsache ist: Die Verarbeitung von Hublot ist heute bei praktisch allen aktuellen Modellen ausgesprochen gut. Wer Makel finden möchte, der findet diese auch – nicht nur bei Hublot, sondern auch bei Rolex, Audemars Piguet oder Patek Philippe. Gerade Uhren zwischen 2005 und 2010 hatten jedoch tatsächlich gefühlt Probleme mit der Verarbeitung. Egal ob unsauber gesetzte Schrauben auf der Lünette, schräg geschliffene Kanten oder Materialfehler auf dem Zifferblatt: So etwas sollte nicht passieren. Tatsache ist aber auch, dass diese Fehler heute mehrheitlich der Vergangenheit angehören.

Nummer 4: Die Innovationen von Hublot sind unsinnig

Wenn eine Uhrenmarke nicht mit einer reichhaltigen Geschichte auftrumpfen kann, dann muss sie eben besonders innovativ sein. Hier kann man Hublot nun wirklich keinen Vorwurf machen – und dennoch werden die Innovationen des Hauses immer wieder als Unsinn abgetan. Dabei war es der Vorgänger MDM Geneve, der das erste Kautschuk-Armband an einer Armbanduhr herausbrachte. Auch weitere Material-Mixe gehen auf die Marke mit dem H zurück.

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Kern dieses Kritikpunktes ist es, dass die Innovationen von Hublot nicht die Uhrmacherei selbst – also das Uhrwerk – betreffen, sondern eher die Verwendung von Materialien und die Kombinationen verschiedener Stilrichtungen und Designs. Das kann man als „unsinnige“ Innovationen abtun, tatsächlich sind jedoch auch Neuerungen und Erfindungen, die Armband und Gehäusematerialien betreffen, nunmal Innovationen. Und jede Innovation bringt eine Branche voran.

Nummer 5: Das Design von Hublot ist nur kopiert

Das grundsätzliche Design von Hublot ist auf den ersten Blick erkennbar: Sechs Schrauben in der Lünette auf einem in der Regel runden Gehäuse, dazu integrierte Armbänder und mal mehr, mal weniger Ausbuchtungen am Gehäuse. Die Gehäuseform einer Hublot orientiert sich am Fenster eines U-Boots – daher kommt übrigens auch der aus dem französischen stammende Name „Hublot“. Das Problem für manche Uhrenfreaks ist: Dieses Design ist eben nicht neu.

Die beiden wohl bekanntesten Uhren, deren Design sich am Fenster eines U-Boots orientieren, sind die Patek Philippe Nautilus und die Audemars Piguet Royal Oak. Beide stammen aus der Feder des legendären Uhren-Designers Gerald Genta. Manch ein Uhrenfan könnte das als Sakrileg seitens Hublot deuten, ein anderer könnte es als huldigende Hommage verstehen. Neu ist das Design von Hublot also tatsächlich nicht – die Marke interpretiert dieses Design aber zumindest eigenständig. Und auch das ist bereits etwas wert.

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