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Taschenuhren: Tragbare Uhren für die Tasche

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Die Geschichte der Taschenuhr

Die Geschichte der Taschenuhr

Taschenuhren fristen in der Welt der Zeitmessung und Accessoires heute nur noch ein Nischendasein. Das war vor einigen Jahren noch anders und wird sich sicher in Zukunft auch wieder ändern – aktuell will jedoch kaum jemand eine Taschenuhr kaufen. Das hat einen einfachen Grund: Die Zeitmesser wirken wie aus der Zeit gefallen, sie sind unpraktisch, lassen sich kaum als Accessoire tragen und es gibt kaum bekannte Hersteller.

Damit tut man der Taschenuhr jedoch Unrecht! Die Taschenuhr war der Vorläufer praktisch jeder Armbanduhr der Welt, wobei die Taschenuhren selbst als tragbare Alternativen zu Wanduhren / Regulatoren gedacht waren. Die ersten Armbanduhren der Welt waren einfache Taschenuhren, die an ein Armband gehängt wurden. Selbst die IWC Big Pilot war ursprünglich ein Taschenuhrwerk mit größerem Gehäuse.

Die Geschichte der Taschenuhr geht Hand in Hand mit der gesamten Geschichte der Uhrmacherei. Abraham Louis Breguet hat einige der wichtigsten und kompliziertesten Komplikationen in Taschenuhren erfunden und später auf Armbanduhren übertragen. In diesem Beitrag zeigen wir die wichtigsten Infos und interessantesten Fakten rund um Taschenuhren.

Die Taschenuhr als Vorläufer der Armbanduhr

Die Taschenuhr ist eigentlich der Vorläufer der Armbanduhr. Sie wurde im Deutschland des 15. Jahrhunderts erfunden, als die Mechanik noch nicht fein und stabil genug für eine Armbanduhr war. Charakteristisch ist die Kette, mit welcher die Taschenuhr an der Hose oder der Innseite des Jackets befestigt wird. Diese Kette ist ein einfacher, aber wirksamer Schutz gegen versehentlichen Verlust der Uhr.

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In der Zwischenzeit hat dieses klassische Zeitstück seine Verehrer zurückgewonnen, da man mit ihr sich auf edle Art und Weise von den Trägern „normaler“ Armbanduhren abheben kann. Neben der bekannt billigen Taschenuhr vom Flohmarkt werden sie auch wieder von Uhrmachern und sonstigen Uhrenherstellern in hochwertiger und aufwendiger Weise produziert, so das Preise zwischen 15 Euro bis hin zu mehreren Tausenden Euros für Sammlerstücke möglich sind. So eine teure Taschenuhr ist ebenfalls eine gute Geldanlage, welche je nach Auflage und Zustand mit den Jahren an Wert gewinnt.

Kunstvoll gearbeitete Taschenuhren sind ein Symbol für Reichtum und Noblesse. Früher war der Erwerb einer Taschenuhr nur sehr Begüterten möglich, die sich oftmals auch damit darstellen ließen. Maria Theresia von Spanien beispielsweise ließ sich im 17. Jahrhundert vom Maler Diego Velasqüz portraitieren, wie es im kunsthistorischen Museum in Wien betrachtet werden kann.

Die Damen-Taschenuhr hat auch den Namen Schwesternuhr, da sie von medizinischem Personal genutzt wird, welche aufgrund hygienischer Gründe Armbanduhren nicht verwenden dürfen. Aber unabhängig von einer beruflichen Nutzung gibt es durchaus Frauen, welche ihren individuellen Charakter mit einer Taschenuhr unterstreichen.

Die Geschichte der Taschenuhr

Um kleinere Uhren zu entwickeln, war ein kleinerer Antrieb als der Pendelantrieb mit Gewichten erforderlich. Dies war der Federantrieb, welcher mit ausgefeilter Gangregulierung um 1430 für Philip des Guten von Burgund hergestellt wurde.

Die erste Taschenuhr hat Peter Henlein 74 Jahre später gebaut. Im Jahre 1504 wurde die erste tragbare Uhr in Verbindung mit der Hemmfunktion der Federbremse gebaut. Diese ist aber eher in Dosenform und hat sich in keiner Hosen- bzw. Wamstasche wiedergefunden. Der Name der Taschenuhr ist „Nürnberger Ei“ und bezieht sich nicht auf die äussere Form, sondern ist vom Spitzname Aürlein abgeleitet. Sie befindet sich im Germanischen Museum in Nürnberg, ist da auch gut aufgehoben, da im späten Mittelalter die Uhrkunst vor allem in Augsburg und Nürnberg, also Süddeutschland angesiedelt war.

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Die erste wirkliche tragbare Taschenuhr wurde um das Jahr 1530 erstellt und von Hans Holbein in einem Gemälde festgehalten. Sie passten zwar noch nicht in Hosen- und Jackentaschen, sondern befanden sich in Beuteln, welche für den Transport von Taschenuhren genutzt wurden. Dann wurden die ersten Uhren an einer Kette um den Hals getragen.

Zu dieser Zeit liefen die Taschenuhren aufgrund ihrer kleinen Unrast-Hemmungen recht ungenau, welche erst um 1650 mit der Spindelhemmung genauer die Zeit messen konnten. Zu dieser Zeit wurden entsprechend die Minutenzeiger eingeführt. Die Uhren mit Stundenzeiger waren aber auch zu dieser Zeit noch Standard. Die Minuten-Chronographen waren sehr teuer und den Reichen und Adligen vorbehalten.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts nahmen die Taschenuhren die uns bekannte Form an. Zu Beginn dieser Periode wurde aber viel mit modischen Formen experimentiert, hier gab es sogar Taschenuhren in Totenschädel-Form, wogegen unsere modernen Varianten von „Emily the Strange“ und „Levis“ sehr konservativ anmuten.

Lektüre rund um das Thema Taschenuhren

Zum Thema Taschenuhr gibt es viele Bücher. Sie unterteilen sich in Sachbuch, Preisführer und Lexika. Auf Belletristik mit dem Thema Taschenuhr verzichten wir an dieser Stelle. Um einen Einstieg in den Bereich der Taschen-Chronographie zu wagen, empfiehlt sich das Portrait einer Taschenuhr: Kleine Uhrenkunde für Liebhaber von Helmut Mann und Michael Stern von Heel.

Hier gibt es einen guten Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Materie. Etwas weiter geht „Die Entwicklung der Taschenuhr für jedermann in Deutschland“. Hier wird auch für den Laien verständlich die Entwicklung der Taschenuhr ab 1867 mit Roskopf berühmter Taschenuhr, über die amerikanische Dollaruhr bis zur Produktion von Billiguhren beleuchtet.

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